Pauschalreisen auf die Malediven

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7 Fakten über die Malediven, die Sie kennen sollten

7 Fakten über die Malediven, die Sie kennen sollten

Es ist kurz nach zweiundzwanzig Uhr, draußen regnet es, und auf dem Laptop läuft die dritte Bildersuche an diesem Abend. Türkisfarbenes Wasser, eine hölzerne Stegkonstruktion, die ins Meer hinausragt, Überwasserbungalows mit Glasboden, eine Frau im weißen Bademantel auf einer Liege, im Hintergrund nichts als Horizont. Und während man durch diese Bilder scrollt, kommt unweigerlich diese eine Frage: Sieht es dort wirklich so aus? Oder verbirgt sich hinter den perfekt belichteten Kacheln eine Realität, über die in keiner Hochglanzbroschüre gesprochen wird, weil sie sich schlecht verkauft? Wer sich ernsthaft mit den Malediven beschäftigt, merkt schnell, dass die Antwort komplizierter ist als ein einfaches Ja oder Nein.

Geografie und Einzigartigkeit der Malediven

Geografisch betrachtet ist die Republik der Malediven ein Inselstaat aus rund 1.200 Koralleninseln, die sich auf 26 Atolle verteilen und sich wie eine zerbrochene Kette südwestlich von Sri Lanka durch den Indischen Ozean ziehen. Was das Land im weltweiten Tourismus einzigartig macht, ist das sogenannte Ein-Resort-pro-Insel-Prinzip: Jedes Hotel betreibt seine eigene, oft winzige Insel, abgeschirmt von Einheimischen und anderen Anlagen. In der Praxis heißt das, dass man nach dem Bootstransfer ankommt, eincheckt und für die gesamte Aufenthaltsdauer auf dieser einen Insel bleibt. Es gibt keinen Ortskern, keine Gassen, durch die man abends schlendern könnte, kein zweites Restaurant zwei Straßen weiter, keinen spontanen Tapetenwechsel. Für Paare, die wirklich Ruhe suchen, ist das die Erfüllung eines Versprechens. Für aktive Reisende, die nach drei Tagen kribbelige Füße bekommen und Lust auf Abwechslung haben, kann genau dieses Konzept zur goldenen Falle werden.


Kosten und Alternativen auf den Malediven

Damit hängt unmittelbar die Kostenfrage zusammen, die fast jeder vor der Buchung umkreist. Die Malediven zählen schlicht zu den teuersten Reisezielen der Welt, und das hat handfeste Gründe. Praktisch jedes Lebensmittel, jedes Möbelstück, jede Flasche Wein wird eingeflogen oder eingeschifft. Trinkwasser muss aufwendig aus Meerwasser aufbereitet werden. Dazu kommt das Exklusivitätsprinzip, das die Resortinseln zu künstlich verknappten Mikrokosmen macht. Wer in einem Guesthouse auf einer bewohnten Insel übernachtet, kommt mit etwa achtzig bis hundertfünfzig Euro pro Nacht zurecht. Mittelklasseresorts beginnen bei rund dreihundert Euro, und in der gehobenen Liga sind fünfhundert bis weit über zweitausend Euro pro Nacht keineswegs Ausreißer, sondern Standard. Eine echte Alternative bieten die sogenannten Local Islands wie Maafushi oder Thinadhoo, auf denen Touristen mittlerweile direkt unter Einheimischen wohnen können. Das Erlebnis ist authentischer, deutlich günstiger und kommt mit kulturellen Spielregeln daher: Außerhalb ausgewiesener Bikini Beaches gelten konservative Kleidungsvorschriften, Alkohol ist auf den bewohnten Inseln tabu. Wer das akzeptiert, bekommt einen anderen, ehrlicheren Zugang zum Land.


Reiseplanung und beste Reisezeit

Praktisch beginnt fast jede Reise am Velana International Airport vor Malé. Von dort geht es per Schnellboot oder Wasserflugzeug weiter zur eigentlichen Insel, je nach Lage zwischen zwanzig Minuten und gut einer Stunde. Diese Transfers werden entweder separat berechnet oder sind im Paketpreis enthalten, und gerade der Wasserflugzeugtransfer kann mit mehreren hundert Euro pro Person zu Buche schlagen. Die Wahl des Atolls und der Transfermethode wird von vielen unterschätzt, beeinflusst aber sowohl Budget als auch Reiseerlebnis erheblich. Wasserflüge starten nur tagsüber, was bei späten Ankunftszeiten eine zusätzliche Übernachtung in Malé bedeuten kann. Als beste Reisezeit gilt die Trockenzeit zwischen November und April, mit dem unvermeidlichen Haken, dass genau dann auch Weihnachten, Neujahr und Ostern liegen und die Preise spürbar anziehen.

Die faszinierende Unterwasserwelt der Malediven

Warum also reisen trotz dieser Hürden Jahr für Jahr Millionen Menschen dorthin? Die Unterwasserwelt der Malediven gilt schlicht als eine der artenreichsten der Welt. Mantarochen, Walhaie, Schildkröten und ausgedehnte Korallengärten liegen oft nur wenige Schwimmzüge vom Strand entfernt. Das türkisfarbene Wasser der flachen Lagunen ist tatsächlich so, wie es auf den Bildern aussieht, hier ist die Postproduktion einmal näher an der Wirklichkeit, als man glauben möchte. Und die Abgeschiedenheit, so anstrengend sie für manche sein mag, erzeugt eine Form der Entschleunigung, die in vergleichbarer Intensität an wenigen anderen Reisezielen erreichbar ist. Kein Verkehrslärm, kein Smartphone-Empfang in jeder Ecke, keine To-do-Liste, die einen einholt.

Bleiben die Fragen, die mit aufrichtigem Interesse an diesem Land schwerer wiegen, je länger man sich mit ihm beschäftigt. Eine Malediven-Reise hinterlässt einen erheblichen ökologischen Fußabdruck, allein die Langstreckenflüge und die internen Transfers sind klimatisch nicht zu rechtfertigen. Das Land ist wirtschaftlich massiv vom Tourismus abhängig, gleichzeitig aber durch den steigenden Meeresspiegel existenziell bedroht. Wissenschaftliche Prognosen halten es für möglich, dass große Teile der Inseln bis 2100 unbewohnbar werden. Die Frage, ob Luxustourismus auf Inseln, die nur wenige Zentimeter über dem Meer liegen, langfristig verantwortbar ist, lässt sich nicht mit einem Satz beantworten. Niemand muss deshalb auf die Reise verzichten. Aber wer hinfährt, sollte es mit offenen Augen tun und nicht nur mit dem Bild im Kopf, das der Algorithmus geliefert hat.

Passend dazu haben wir einen weiteren Beitrag zum Thema: Abu Dhabi.

Mehr Informationen zur Geografie der Malediven finden Sie auf Wikipedia über die Malediven.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Inseln gehören zu den Malediven?

Die Malediven bestehen aus etwa 1.200 Koralleninseln, die sich auf 26 Atolle verteilen.

Wann ist die beste Reisezeit für die Malediven?

Die beste Reisezeit ist während der Trockenzeit von November bis April, wenn das Wetter am stabilsten ist.

Welche Kosten sind bei einer Malediven-Reise zu erwarten?

Die Malediven sind eines der teuersten Reiseziele. Die Kosten variieren je nach Unterkunft von 80 bis über 2.000 Euro pro Nacht.

Welche Transportmöglichkeiten gibt es auf den Malediven?

Transport erfolgt meist per Schnellboot oder Wasserflugzeug. Transfers können separat berechnet oder im Paketpreis enthalten sein.

Welche Umweltaspekte sollte man bei einer Malediven-Reise beachten?

Eine Reise auf die Malediven hinterlässt einen hohen ökologischen Fußabdruck. Der steigende Meeresspiegel bedroht zudem die Existenz der Inseln.

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