Pauschalreisen nach Italien

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7 Gründe, warum Italien immer wieder fasziniert

7 Gründe, warum Italien immer wieder fasziniert

Es gibt diesen einen Moment, der sich bei fast jeder Italienreise irgendwann einstellt. Bei mir war es in Lecce, früh an einem Maimorgen, als die Stadt noch in dieses warme, ockerfarbene Licht getaucht war, das man auf Fotos nie ganz einfangen kann. Aus einer Seitengasse zog der Geruch von frisch gemahlenem Kaffee herüber, irgendwo klapperte ein Rollladen, eine alte Frau rief etwas in einem Dialekt, von dem ich kein Wort verstand. Ich saß auf einer Steinstufe, in der Hand einen Espresso für achtzig Cent, und dachte: Genau dafür kommt man immer wieder hierher. Nicht für die Sehenswürdigkeiten, sondern für diese kleinen Augenblicke, in denen ein fremder Ort sich plötzlich vertraut anfühlt.

Italien: Mehr als nur Postkartenmotive

Italien ist eines der bekanntesten Reiseländer der Welt, und doch wird es seltsam oft unterschätzt. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Reisenden ihre Vorstellung vom Land aus einer Handvoll Postkartenmotive zusammensetzen: Rom, Florenz, Venedig, vielleicht noch die Amalfiküste oder der Gardasee. Das alles ist großartig, keine Frage, aber es ist eben nur ein winziger Ausschnitt. Italien besteht aus zwanzig Regionen, und diese Regionen unterscheiden sich kulturell, sprachlich und kulinarisch teils so stark, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie zum selben Staat gehören. Die Basilikata zum Beispiel, mit den Felsenstädten von Matera und ihren stillen Hochebenen, hat mit dem mondänen Mailand etwa so viel zu tun wie Schleswig-Holstein mit Tirol. Das Friaul im Nordosten ist ein eigenartiges Grenzland, in dem Italien, Slowenien und Österreich aufeinandertreffen, mit Weinen, die hierzulande kaum jemand kennt. Und die Abruzzen, nur knapp zwei Stunden von Rom entfernt, bieten eine Bergwelt, in der noch Wölfe und Bären leben und ganze Dörfer aussehen, als hätte das zwanzigste Jahrhundert sie schlicht übersehen. Wer einmal in solchen Ecken war, versteht, warum erfahrene Italienreisende von den Klassikern oft nur noch mit einer Mischung aus Zuneigung und Resignation sprechen.


Die beste Reisezeit für Italien

Auch beim Reisezeitpunkt lohnt es sich, genauer hinzusehen. Der Sommer hat seinen Ruf nicht ohne Grund, aber wer im Juli an der Amalfiküste oder in Cinque Terre war, weiß, dass Romantik in dichten Menschenmengen und bei fünfunddreißig Grad schnell verfliegt. Mein Rat, der inzwischen kaum noch ein Geheimnis ist, aber trotzdem zu selten beherzigt wird: Mai, Juni, September und Oktober sind für die meisten Regionen die deutlich angenehmeren Monate. Im Norden, etwa rund um die oberitalienischen Seen, im Piemont oder in Südtirol, kann der Mai noch frisch sein, dafür ist die Landschaft in voller Blüte. Der Süden, also Apulien, Sizilien oder Kalabrien, ist auch noch im Oktober angenehm warm, das Meer hat Badetemperatur, und die Preise sinken spürbar. Wer im Hochsommer reisen muss, weil ihn der Schulkalender zwingt, fährt besser in die Bergregionen als an die Küste.


Italien intensiv erleben

Eine Erkenntnis, die einem niemand vorab abnimmt, die aber jeder früher oder später macht: Man sollte in Italien weniger sehen wollen, dafür aber gründlicher. Die klassische Zweiwochenroute, die Rom, Florenz, Venedig und vielleicht noch die Toskana verbindet, klingt verlockend, endet aber häufig in einer Abfolge von Bahnhöfen, Hotelzimmern und gehetzten Mittagessen. Wer stattdessen einen Hauptstandort wählt und von dort aus tageweise Ausflüge macht, kommt dem Land deutlich näher. Bologna eignet sich hervorragend als Basis für die Emilia-Romagna, von dort sind Modena, Parma, Ravenna und sogar Florenz schnell erreichbar. Palermo wiederum ist ein guter Ausgangspunkt für den Westen Siziliens, von Cefalù bis Trapani. Das italienische Zugsystem ist auf den Hauptachsen erstaunlich gut, schnell und vergleichsweise günstig, vor allem zwischen den großen Städten im Norden und in der Mitte. Wer aber tiefer in die Provinz will, etwa in die Bergdörfer der Abruzzen, in den Cilento oder ins Innere Sardiniens, kommt um einen Mietwagen kaum herum. Die Busse fahren selten, und das Vergnügen, in einer halbleeren Landstraße einfach abzubiegen, weil ein Schild „Cantina“ verspricht, ist ohnehin durch nichts zu ersetzen.

Über das Essen ließe sich ein eigenes Buch schreiben, deshalb hier nur das Wichtigste: Es gibt keine italienische Küche. Es gibt die Küchen von zwanzig Regionen, und die Unterschiede sind manchmal größer als die zwischen Italien und Frankreich. Eine echte Pizza isst man in Neapel, nicht in Mailand, dafür gehören Risotto und Ossobuco in den Norden und nicht nach Sizilien. Restaurants mit Speisekarten in fünf Sprachen, Plastikfotos der Gerichte und einem freundlichen Herrn an der Tür, der einen hereinwinkt, kann man getrost meiden. Vertrauenswürdiger ist meist das kleine Lokal ohne Aushang, vor dem zur Mittagszeit Einheimische in Arbeitskleidung stehen, oder die Trattoria, die nur ein handgeschriebenes Tagesmenü hat. Wer den Wirt fragt, was er heute empfiehlt, und sich darauf einlässt, isst fast immer besser, als wenn er selbst auswählt.

Italien ist kein Land, das man abhakt. Man kann zwanzigmal hinfahren und beim einundzwanzigsten Mal immer noch eine Region entdecken, in der man nie war, einen Wein, den man nicht kannte, ein Dorf, das in keinem Reiseführer steht. Vielleicht ist genau das sein größtes Geschenk an uns: dass es sich nicht erschöpft, wenn man ihm mit ein wenig Geduld und Neugier begegnet. Wer das nächste Mal hinfährt, sollte sich vielleicht weniger vornehmen, als er ursprünglich wollte. Es wird sich lohnen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Regionen in Italien sind weniger bekannt?

Zu den weniger bekannten Regionen Italiens gehören die Basilikata mit den Felsenstädten von Matera und die Abruzzen, wo noch Wölfe und Bären leben.

Wann ist die beste Reisezeit für Italien?

Die angenehmsten Monate für eine Italienreise sind Mai, Juni, September und Oktober, da das Wetter mild ist und Touristenmassen vermieden werden.

Wie kann man Italien am besten erkunden?

Es ist ratsam, einen Hauptstandort zu wählen und von dort aus Tagesausflüge zu unternehmen, um das Land intensiver zu erleben.

Gibt es eine einheitliche italienische Küche?

Nein, Italien hat 20 regionale Küchen mit großen Unterschieden. Eine echte Pizza gibt es in Neapel, während Risotto im Norden beheimatet ist.

Warum sollte man Italien mehrmals besuchen?

Italien bietet eine immense Vielfalt an Regionen, Weinen und Dörfern, die auch bei wiederholten Besuchen immer neue Entdeckungen ermöglichen.

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